Die schweizerischen Parteien sind vielfältige Organisationen.
Bei den meisten Parteien sind die interne Meinungsvielfalt und die
Mühen der Parteiführung bei der Bestimmung eines einheitlichen
Kurses geradezu ein Markenzeichen. Fragt man nach "Parteiposition"
zu einzelnen Fragen, so können die Antworten sehr unterschiedlich ausfallen,
je nachdem, wen man fragt: die Parteimitglieder, der Wählerbasis, die
Parteiführung, die gewählten Vertreterinnen und Vertretern im
Nationalrat usw. Eine wichtige Rolle nehmen hier die regionalen bzw.
kantonalen Unterschiede innerhalb der Parteien ein. Zudem können sich
die Parteipositionen auch über die Zeit verändern.
Die im "smartvote Parteienkompass" abgebildeten Parteipositionen stellen einen
"idealtypischen Durchschnittswert" dar. Herangezogen wurden Informationen
aus Nationalratsabstimmungen, Parteiparolen zu Volksabstimmungen, offizielle
Verlautbarungen der Parteien sowie die Antworten, welche die Kandidierenden
einer Partei im Rahmen der Online-Wahlhilfe "smartvote" gegeben haben
(in den
Jahren 2003 bis 2010). Es wird Wert auf die Feststellung gelegt, dass die
abgebildeten Parteiantworten keine offiziellen Stellungnahmen der Parteien
zum Fragebogen des "smartvote Parteienkompass" darstellen und bei einigen
Fragen auch im Widerspruch zum Selbstbild einzelner Parteien stehen können.
Das pädagogische Ziel des "smartvote Parteienkompass" ist die
anschauliche und interaktive Vermittlung der grundlegenden Merkmale des
schweizerischen Parteiensystems. Wo sich aus den oben erwähnten Quellen
keine eindeutige Positionierung feststellen liess, wurden die Parteien so
verortet, dass sich aus der Beantwortung der Fragen ein idealtypisches
Gesamtbild ergibt, das mit den Erfahrungswerten aus der alltäglichen
Politik übereinstimmt.